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Klinik für Kinderchirurgie

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Das gilt auch und besonders in der Medizin. Erkrankungen eines wachsenden Organismus verlangen eine auf diese besondere Anforderung abgestimmte kindgerechte Diagnostik und entsprechend angepasste Operations- und Behandlungsmethoden. Je jünger Kinder sind und je mehr Entwicklung sie noch vor sich haben, desto größer sind dabei die Unterschiede zu Erwachsenen. Deshalb ist gerade bei angeborenen Fehlbildungen oder einer Erkrankung des Neu- und Frühgeborenen rasches chirurgisches Handeln häufig notwendig und spielt eine entscheidende Rolle für die weitere Entwicklung des Kindes.

In Zusammenarbeit mit der Frauenklinik, dem Zentrum für Mutter und Kind und der Klinik für Neonatologie, Kinder- und Jugendmedizin werden bei Kindern mit angeborenen Fehlbildungen Beratungsgespräche über eine mögliche Behandlung mit den Eltern oft schon vor der Geburt des Kindes geführt. Wenn Sie Fragen haben, steht Ihnen das Team International Services zur Verfügung.

Dr. Peter Liedgens
Chefarzt

Leistungsspektrum

Mit unserem gesamten Team – vom Chefarzt Dr. Peter Liedgens und den anderen Fach- und Assistenzärzten über die Kinderkrankenschwestern bis zum Sekretariat – konzentrieren wir uns in der Klinik für Kinderchirurgie ausschließlich auf die jungen und jüngsten Patienten.Seit Januar 2001 werden in der Kinderchirurgie des Elisabeth-Krankenhauses angeborene Fehlbildungen und andere chirurgische Erkrankungen von Kindern bis zum 14. Lebensjahr behandelt.
Neben der Durchgangsarzt-Zulassung für die Behandlung von Kindergarten- und Schulunfällen gehören zum Leistungsspektrum unter anderem Behandlung bei Erkrankungen:

•    des Kopfes und des Gesichtes
•    des Halses
•    des Brustkorbs
•    des Zwerchfells
•    des Magen-Darm-Traktes
•    der Bauchwand
•    des Urogenitaltraktes (Kinderurologie/Kindergynäkologie)
•    der Haut- und Weichteile
•    des Bewegungsapparates und Skelettsystems.

Erkrankungen des Kopfes und des Gesichtes
•    Zungenbändchen
•    Dermoidzysten
•    Ranula
•    Hämangiome
•    präauriculäre Anhängsel und Fisteln
•    abstehende Ohren

Erkrankungen des Halses
•    mediane und laterale Halszysten und –fisteln
•    Lymphadenitis colli
•    Lymphangioma colli cysticum
•    Lymphknoten-PE
•    muskulärer Schiefhals

Erkrankungen des Brustkorbs
•    Brustdrüsenabszess
•    Hämangiome

Erkrankungen des Zwerchfells
•    Zwerchfellhernie
•    Hiatushernie
•    GÖR (gastro-oesophageale Reflux)

Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes
•    Ösophagusatresie (Speiseröhrenunterbrechung)
•    Intestinale Atresien (Darmunterbrechungen)
•    Anorektale Fehlbildungen
•    Mekoniumileus
•    NEC
•    Malrotation
•    Hypertrophe Pylorusstenose
•    Meckel’sches Divertikel
•    Gastromstoma/PEG
•    Appendizitis
•    Perianalabszesse
•    Analfissuren und –fisteln

Erkrankungen der Bauchwand
•    Nabelhernie
•    Epigastrische Hernie
•    Leistenhernie und Hydrocele testis et funiculi
•    Omphalocele
•    Gastroschisis
•    Ducuts omphaloentericus
•    Urachuszyste und -fistel

Erkrankungen des Urogenitaltraktes (Kinderurologie/ Kindergynäkologie)
•    Maldescensus testis
•    Varicocele testis
•    distale Hypospadien
•    vesiko-urethraler Reflux
•    Hodentorsion u. Hydatidentorsion
•    Phimose
•    Ureterabgangsstenose
•    Ovarialzysten


Erkrankungen der Haut- und Weichteile
•    Naevi
•    Lipome
•    Verbrühungen und Verbrennungen
•    Hämangiome
•    Dermoidzysten
•    Lymphangiome
•    Lymphadenitis


Erkrankungen des Bewegungsapparates und Skelettsystems
•    kindliche Frakturen
•    Distorsionen, Prellungen und Luxationen
•    Ganglion
•    Bakercyste
•    Polydaktylie
•    schnellender Daumen und Finger
•    häutige Syndaktylie

Stationäre Behandlung

Für unsere stationären Behandlungen nutzen wir die Kinderstation des Elisabeth-Krankenhauses – gemeinsam mit der Neonatologie und natürlich der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Nicht zuletzt Dank der Unterstützung durch den Förderverein "Pumuckls Freunde e.V." ist unsere Kinderklinik etwas ganz Besonderes.
Schon im Eingangsbereich lässt die kindgerechte und spielerische Atmosphäre vergessen, dass man sich in einem Krankenhaus befindet. Auch die Zimmereinrichtungen sind dem Alter der kleinen Patienten angepasst. Im Übrigen gibt es in unserer Kinderklinik „Themenzimmer“, die von prominenten Paten individuell gestaltet wurden. Ausklappbare Elternbetten sind in die Zimmer integriert, so dass eine Betreuung durch Familienmitglieder rund um die Uhr möglich ist.
Bei stationären Eingriffen beachten Sie bitte folgende Punkte:

  • Bitte melden Sie sich am Aufnahmetag auf der Kinderstation bzw. im Sekretariat der Kinderchirurgie. Dort erhalten Sie alle notwendigen Informationen über den Ablauf und werden dann zur Kinderstation geleitet.
  • Wenn alle notwendigen Voruntersuchungen stattgefunden haben, kann die Operation eventuell schon am gleichen Tag durchgeführt werden. Ansonsten wird Ihr Kind noch am Aufnahmetag im Rahmen der OP-Vorbereitungen dem Narkosearzt vorgestellt und am Vormittag des Folgetages operiert.
  • Waschzeug, Schlafanzug und das Lieblings-Kuscheltier bringen Sie bitte mit.
  • Säuglingsnahrung und Säuglingsbekleidung sind in ausreichender Menge vorhanden und müssen nicht mitgebracht werden.

Ambulante Behandlung


Unter bestimmten Voraussetzungen können einige Operationen bei Kindern auch ambulant durchgeführt werden. Dabei kommt Ihr Kind erst am Tag des Eingriffs morgens ins Krankenhaus und kann noch am selben Tag wieder entlassen werden. Ambulante Operationen haben den Vorteil, dass sich die Kinder nicht länger als unbedingt nötig in der ungewohnten Umgebung befinden. Ängste und Sorgen werden deutlich reduziert und auch der Genesungsprozess schreitet im Kreise der Familie häufig schneller voran.
Trotzdem genießen Sie und Ihr Kind vor, während und nach dem Eingriff die gesamte Kompetenz und die medizinischen Möglichkeiten eines ganzen Krankenhauses. Ganz nach dem Grundsatz: So wenig Krankenhaus wie möglich, aber auch soviel Krankenhaus wie nötig.
Deshalb muss ein ambulanter Eingriff ebenso gut vorbereitet sein, wie eine Operation mit stationärem Aufenthalt. Nach einer umfassenden Voruntersuchung klären wir Sie in einem ausführlichen persönlichen Gespräch über den bevorstehenden Eingriff und den anschließenden Heilungsprozess auf und beantworten Ihre Fragen.


Bei ambulanten Eingriffen sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • Das Kind sollte infektfrei sein. Das heißt: Es sollte keinen Husten, kein Fieber und keinen schweren Schnupfen haben.
  • Am Tag vor dem geplanten Eingriff muss das Kind einem Anästhesisten des Elisabeth-Krankenhauses vorgestellt werden. Er überprüft die Narkosefähigkeit, klärt Sie über die Narkose auf und spricht mit ihnen über Verhaltensregeln vor und nach der Operation.
  • Am Tag der ambulanten Operation kommen Sie bitte zur vereinbarten Zeit mit Ihrem Kind in "Pumuckls Dschungel", unserer ambulanten Aufnahmestation, und melden sich dort bei der für Sie zuständigen Schwester.
  • Für die Überbrückung der Wartezeit bis zur Operation stehen in „Pumuckls Dschungel“ eine Auswahl an Zeitschriften und Büchern sowie auch einige Spiele zur Verfügung. Bringen Sie bitte trotzdem für Ihr Kind sein Lieblingsspielzeug, Lieblingsbuch oder Kuscheltier mit. Falls Ihr Kind fernsehen möchte, ist dieses mit einem Kopfhörer möglich (dieser kann von Ihnen mitgebracht,  z. B. vom MP3-Player oder an unserer Krankenhausinformation käuflich erworben werden).
  • Sie dürfen ihr Kind selbstverständlich bis in den OP-Vorraum begleiten und können sich dann während der Operation Ihres Kindes in unserer Cafeteria stärken. Anschließend melden Sie sich bitte wieder auf der Aufnahmestation. Die zuständige Schwester wird Sie sofort informieren, wenn Sie zu Ihrem Kind in den Aufwachraum können.
  • Sobald Ihr Kind wieder ausreichend wach ist, wird es wieder auf die Aufnahmestation gebracht, darf dann etwas trinken und später auch eine Kleinigkeit essen.
  • Nach ca. 3 bis-4 Stunden wird Ihr Kind vom Operateur und dem Anästhesisten noch einmal untersucht und darf dann mit Ihnen nach Hause gehen.

Folgende therapeutische oder diagnostische Eingriffe können ambulant durchgeführt werden

  • Abstehende Ohren
  • Anhängsel
  • Dermoid
  • Endoskopien (Spiegelungen)
  • Ganglion (Überbein)
  • Hämangiom (Blutschwamm)
  • Halsfistel
  • Haut- und Unterhauttumore
  • Hodenhochstand 
  • Leistenhernie (Leistenbruch)
  • Lipom (Fettgeschwulst)
  • Lymphangiom
  • Metallentfernung (nach OP)
  • Muttermalentfernung
  • Narbelhernie (Nabelbruch)
  • Narbenkorrektur
  • Oberlippenbandplastik
  • Ohrfistel
  • Phimose (Vorhautverengung)
  • Schnellender Finger
  • Warzenentfernung
  • Wasserbruch
  • Zungenbandplastik