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Kinderneurologisches Zentrum (KNZ)

Im Kinderneurologischen Zentrum der Contilia Gruppe werden Kinder und Jugendliche aller Altersstufen mit neurologischen Erkrankungen und Entwicklungsstörungen ambulant wie stationär untersucht und behandelt. Hierbei arbeiten wir nicht nur direkt mit dem Sozialpädiatrischen Zentrum zusammen, sondern darüber hinaus auch mit anderen Kliniken des Elisabeth-Krankenhauses, mit der Klinik für Neu- und Frühgeborene, der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin sowie der Klinik für Kinderchirurgie. 

Dr. Clauio FinettiBessere Diagnose- und Therapiemöglichkeiten in der Kinderneurologie

Die Behandlung der Patienten im Alter von 0 bis 18 Jahren geschieht in enger Abstimmung mit den Eltern und unter Berücksichtigung der Möglichkeiten der Kinder und ihrer Familien.  Dazu erstellt unser Team ein umfangreiches, individuelles medizinisches Konzept. Die therapeutische und medizinische Begleitung und Beratung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten und Therapeuten, den Kindergärten und Schulen, aber auch Beratungsstellen, Gesundheits- sowie Jugendämtern oder sozialen Diensten. Kooperationen mit weiteren Berufsgruppen wie Ergotherapeuten, Psychologen, Physiotherapeuten, Logopäden sowie Heilpädagogen runden das Angebot ab.
 
Die Möglichkeiten der Diagnose sowie der Therapie haben sich auch im Bereich der Kinderneurologie rasant entwickelt. So  ist durch die bildgebenden Verfahren, wie MRT, die Darstellung der Nervenbahnen und des Gehirns möglich. Auch genetische Untersuchungen sind verbessert worden. Mit Hilfe gescannter DNA werden kleinste Veränderungen sichtbar. Der Fortschrritt in der Medizin lässt sich insbesondere bei Kopfschmerzen und Multipler Sklerose im Kindes- und Jugendalter beobachten.

Dr. med. Claudio Finetti
Leiter des Kinderneurologischen Zentrums

Leistungsspektrum

Die Neuropädiatrie (Kinderneurologie) beschäftigt sich mit dem gesamten Spektrum der Erkrankungen des zentralen Nervensystems, das heißt des Gehirns, des Rückenmarkes, der peripheren Nerven sowie der Muskulatur. Zusätzlich befasst sie sich in Kooperation mit dem Sozialpädiatrischen Zentrum mit Kindern, die eine isolierte Entwicklungsstörung (z.B. der Sprache oder der Motorik) oder eine allgemeine Entwicklungsstörung haben. Die Besonderheiten bei Kindern und Jugendlichen im Gegensatz zu den Erwachsenen sind der lebhafte Reifungsprozess des zentralen Nervensystems, welcher erst nach der Pubertät abgeschlossen ist. Dabei sind besonders die ersten drei Lebensjahre sehr wichtig. So ist es aus neuropädiatrischer Sicht aufgrund der oben beschriebenen Reifungsprozesse von entscheidender Bedeutung für Kinder mit Entwicklungsstörungen, diese frühzeitig zu diagnostizieren. Um Entwicklungsstörung zu diagnostizieren braucht es sowohl eine genaue Kenntnisse der normalen Entwicklung, sowie das fachspezifische Wissen des Neuropädiaters und des Sozialpädiaters. Im Kinderneurologischen Zentrum am Elisabeth-Krankenhaus Essen sehen wir uns als Ansprechpartner für das gesamte Spektrum neuropädiatrischer Fragestellung, ausgenommen maligner bösartiger Tumore des zentralen Nervensystems.

Mit welchen Krankheiten befasst sich die Neuropädiatrie am Elisabeth-Krankenhaus?

Epilepsien

Ein Schwerpunkt der neuropädiatrischen Arbeit am Elisabeth-Krankenhaus im Kinderneuro-logischen Zentrum ist das gesamte Spektrum der Epilepsien im Neugeborenen-, Säuglings-, Kinder- und Jugendalter. Auch hier ist aufgrund der lebhaften Reifungsprozesse des Gehirns eine besondere Kenntnis der kindlichen Epilepsien sehr wichtig. Es steht zur Diagnostik der Epilepsien operativ ein Video-EEG sowie ein Langzeit-EEG zur Verfügung. Weitere neurophysiologische Abklärungen in Kooperation mit anderen Kliniken sind möglich. Auch eine neuropsychologische Begutachtung in Kooperation mit unserem Sozialpädiatrischen Zentrum ist hier manchmal sinnvoll. An bildgebender Diagnostik stehen die Ultraschalluntersuchung, die Computertomographie des Schädels sowie die Magnetresonanztomographie des Schädels (cMRT) zur Verfügung.

Kopfschmerzen

Ein weiterer Schwerpunkt neuropädiatrischer Arbeit im Kinderneurologischen Zentrum sind die Kopfschmerzen, vor allem im Kindes- und Jugendalter. Wichtig im stationären Alltag ist zu unterscheiden, ob es sich um einen primären Kopfschmerz handelt, das heißt um Kopfschmerzen die nur Symptome in anderen Erkrankungen sind, wie z.B. Schlaganfall oder Venenthrombose des Gehirns, oder, ob es sich um einen sekundären Kopfschmerz handelt. Auch im Kindesalter und Jugendalter sind hier Migräne mit und ohne Aura zu nennen sowie ein Spannungskopfschmerz.

Welche weiteren Schwerpunkte gibt es?

•    Entwicklungsstörung
•    Bewegungsstörung
•    Muskelerkrankungen
•    Infantile Cerebralparesen
•    Missbildungen des Gehirns und des Rückenmarks
•    Hydrocephalus
•    Entzündliche Erkrankungen
•    Multiple Sklerose
•    Degenerative Erkrankungen
•    Auffälligkeiten der Kopfform
•    Stoffwechselerkrankungen
•    Neurokutane Erkrankungen
•    Gefäßbedingte Erkrankungen des Gehirns (z.B. Schlaganfall)
•    Syndromale Erkrankungen mit neurologischen Entwicklungsstörungen(z.B. Rett-Syndrom,
•    Engelmann-Syndrom oder Fragiles-X-Syndrom)


Welche Leistungen deckt das Kinderneurologische Zentrum ab?

•    Betreuung stationärer Patienten sowie ambulanter Patienten in Kooperation mit dem Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ)
•    Videoüberwachtes Wach- und Schlaf-EEG
•    Videoüberwachtes Schlafentzugs-EEG
•    24-Stunden-Langzeit-EEG
•    Polysomnographie
•    Neurophysiologische Untersuchung (evozierte Potentiale, Nervenleitgeschwindigkeit,
•    Elektromyographie) in Kooperation mit anderen Kliniken (z.B. Universitätsklinik Essen)
•    Magnetresonanztomographie (MRT), zum Teil mit Anästhesie-gesteuerter Sedierung
•    Ultraschalldiagnostik
•    Computertomographie

Mit welchen Einrichtungen arbeitet das Kinderneurologische Zentrum zusammen?

Am Elisabeth-Krankenhaus in Essen stehen neben dem Kinderneurologischen Zentrum und dem Sozialpädiatrischen Zentrum auch die Klinik für Neu- und Frühgeborene, die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin sowie die Klinik für Kinderchirurgie als Ansprechpartner für kranke Kinder zur Verfügung. Es wird so das gesamte Bild der pädiatrischen Erkrankungen abgebildet. Die enge Zusammenarbeit und Kooperation der oben genannten Kliniken ermöglicht es das Kind und deren Familien nicht nur als „Wesen mit einem bestimmten Symptom oder Krankheit“ zu sehen, sondern das Kind als Gesamtes im Kontext des Umfeldes und der Familie zu sehen und zu betreuen. Zusätzlich besteht eine Zusammenarbeit und Kooperation mit den umliegenden neuropädiatrischen Zentren des Ruhrgebietes, wie z.B.

•    der Universitätsklinik in Essen,
•    dem Kinderneurologischen Zentrums in Düsseldorf-Gerresheim und
•    der Abteilung für Neuropädiatrie am Klinikum Duisburg.

Viermal jährlich nimmt das Kinderneurologische Zentrum am Qualitätszirkel der neuropädiatrischen Kollegen in Nordrhein-Westfalen teil. Zusätzlich gibt es eine enge Kooperation mit den niedergelassenen Neuropädiatern in Essen. Kinder mit Hydrocephalus und anderen neurochirurgischen Fragestellungen werden von den neurochirurgischen Abteilungen anderer Kliniken (vor allem Universitätsklinik in Essen und Klinikum Duisburg) mitbehandelt. Bezüglich Kindern mit neurokutanen Syndromen (z.B. Tuberöse-Sklerose oder Neurofibromatose Typ 1 gibt es eine enge Kooperation mit Prof. Dr. med. Thorsten Rosenbaum am Klinikum Duisburg.